Historische Orts- und Flurstrukturen

Orts- und Flurstrukturen prägen ganz wesentlich unser Landschaftsbild. Entscheidend für deren Entwicklung ist der Fortgang der Besiedelung, der überwiegend von den naturräumlichen Voraussetzungen und von herrschaftlichen Einflüssen geleitet war. So entstanden z. B. Haufendörfer, Reihendörfer oder am Reißbrett geplante Siedlungen mit geometrischen Grundformen.
Als Fluren werden die zumeist in individuellem Besitz befindlichen landwirtschaftlichen Flächen bezeichnet. Entsprechend der Ortsstruktur stellen sich auch die Flurstrukturen unterschiedlich dar. So gibt es beispielsweise Blockfluren, Streifenfluren oder Gewannfluren.
Während Blöcke annähernd rechteckig und kompakt sind, zeichnen sich Streifenparzellen durch ihre langgestreckte Form mit zwei in etwa parallel verlaufenden Seiten aus. Gewanne sind Verbände von mehreren Streifen oder Blöcken. Die Flurstruktur wird außerdem von der Bewirtschaftungsform oder auch vom Erbrecht beeinflusst.
Über die Fluren hinaus wurden Allmenden bewirtschaftet. Sie befanden sich im Besitz der Dorfgemeinde – alle Gemeindemitglieder hatten das Recht zur Nutzung. Die Allmenden lagen abseits der parzellierten Fluren. Besonders bekannte Allmendeformen – insbesondere für die Viehweide – sind die Gemeindewiese oder der Hutewald.

Am Rand des Tertiären Hügellandes reihen sich Ortschaften auf. Die Siedelbedingungen waren hier günstig. Häufige Quellaustritte und die Moosach sicherten die Wasserversorgung. Auf den fruchtbaren Lößböden des Hügellandes konnte Ackerbau betrieben werden.
Am Rand des Tertiären Hügellandes reihen sich Ortschaften auf. Die Siedelbedingungen waren hier günstig. Häufige Quellaustritte und die Moosach sicherten die Wasserversorgung. Auf den fruchtbaren Lößböden des Hügellandes konnte Ackerbau betrieben werden.
Die historische Ansicht aus dem Jahr 1699 zeigt Massenhausen mit Kirche und seinem - heute abgebrochenen - Schloss. Typisch für ein herrschaftlich geprägtes Hofmarksdorf sind die zentral zum Schloss orientierten Gebäude.
Die historische Ansicht aus dem Jahr 1699 zeigt Massenhausen mit Kirche und seinem - heute abgebrochenen - Schloss. Typisch für ein herrschaftlich geprägtes Hofmarksdorf sind die zentral zum Schloss orientierten Gebäude.

Bildnachweis:

Foto links: Veronika Stegmann; Bild rechts: Valentin Gappnigg, Massenhausen, 1699, Gouache auf Papier, auf Leinwand aufgezogen, 43 x 85 cm, Diözesanmuseum Freising P 374.

Es geht weiter!

Aus dem Freisinger Arbeitskreis ist die AG Kulturlandschaftserfassung beim Verein für Stadtheimatpflege Freising e.V. erwachsen. Wir treffen uns am letzten Donnerstag an jedem geraden Monat.